• Herbstimpressionen am Rubbenbruchsee (Handyfotos)

    AccueilBeim nachmittäglichen Herbstspaziergang am Rubbenbruchsee musste ich ein paar Impressionen mit dem Handy festhalten. Handyfotos sind qualitativ nicht besonders hochwertig, aber sie fangen trotzdem spontane Stimmungen ein.

    Beim Rubbenbruchsee handelt es sich um ein wunderschönes Naherholungsgebiet im Osnabrücker Stadtgebiet. Die Runde um den See (kleine / innere Runde) beträgt exakt 3,2 Kilometer, weshalb der See häufig von Joggern und Walkern genutzt wird. Aber auch Spaziergänger mit und ohne Hunden, Radfahrer und manchmal auch Angler trifft man hier.

    Der Rubbenbruchsee ist eine meiner Lieblingsstellen in Osnabrück und hierher komme ich sehr gerne, um die Seele ein wenig zu entspannen. 

     

    Warum noch einen zusätzlichen Blog, mögen sich jene fragen, die mich kennen. Sicher, ich habe schon drei: einen zum Thema "Philosophie", einen zum Thema "Texten" und einen privaten, der gemischte Inhalte enthält. Nun, in letzterem Blog hätten auch persönliche Impressionen Platz, allerdings lassen sich die Fotos darin nicht so schön positionieren wie hier. Außerdem tut es meinen verstaubten Französischkenntnissen mal wieder ganz gut, mich hier durch einen französischen Blog (natürlich strikt in französischer Sprache und nicht etwa in Englisch) durchzuführen.

    An dieser Stelle sollen ein paar Herbstbilder etwas von der behaglichen Stimmung wiedergeben, die ich gestern empfand. Accueil

    Stellenweise gibt es an dem See teilweise verschlafene Ecken, die noch relativ unberührt wirken. Das liegt daran, dass es sich nicht um einen gleichmäßig runden oder ovalen See handelt, sondern dass dieses Gewässer diverse Einbuchtungen aufweist. 

    Diese Stelle gefiel mir, weil sie noch sehr urwüchsig wirkt durch die Bäume und Büsche ringsum und unberührt durch die Blätter auf dem Wasser, in dem sich die Bäume verstohlen spiegeln. An dieser Stelle fällt mir mein Lieblingsgedicht von Hugo von Hofmannsthal, "Besitz", ein:

    Großer Garten liegt erschlossen,
    Weite schweigende Terrassen:
    Müßt mich alle Teile kennen,
    Jeden Teil genießen lassen!

    Schauen auf vom Blumenboden,
    Auf zum Himmel durch Gezweige,
    Längs dem Bach ins Fremde schreiten,
    Niederwandeln sanfte Neige:

    Dann erst komme ich zum Weiher,Accueil
    Der in stiller Mitte spiegelt,
    Mir des Gartens ganze Freude
    Träumerisch vereint entriegelt.

    Aber solchen Vollbesitzes
    Tiefe Blicke sind so selten!
    Zwischen Finden und Verlieren
    müssen sie als göttlich gelten.

    All in einem, Kern und Schale,
    Dieses Glück gehört dem Traum
    Tief begreifen und besitzen!
    Hat dies wo im Leben Raum?


    Hugo von Hofmannsthal
    (* 01.02.1874 , † 15.07.1929)

     

     

    Dieses Gedicht ist eines meiner liebsten Gedichte. Hiebei stelle ich mir vor, wie ich durch die Zweige zum Himmel aufsehe. Wie ich an den Weiher komme, der sich in seiner Mitte spiegelt..... Einfach nur schön.

    AccueilWer kann mir helfen? Wie heißt dieser (links abgebildete) Baum? Es scheint ein Nadelgehölz zu sein, aber die Nadeln sind angeordnet wie Hanfblätter, sehr seltsam. Ich kenne diesen Baum nicht. 

    Und weiter geht es im Spaziergang. Die Runde ist noch nicht zuende. AccueilDer Nebel erzeugt eine wunderbar diesige Stimmung. Der See ist still und alles ringsum spiegelt sich darin. Jetzt ist es nicht mehr weit, bis die Runde fertig ist. 

     

    Nur noch ein paar Meter durch die schönen Herbstallee, dann ist der See umrundet.

     

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    Und jetzt nachhause und einen warmen Tee trinken, das ist Behaglichkeit und dabei meine Katzen kraulen.


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  • Commentaires

    1
    Laubbläser
    Mercredi 3 Novembre 2010 à 04:11

    Wunderschöne herbstliche Impressionen.

    2
    Mercredi 3 Novembre 2010 à 15:26

    Ja, es war auch eine ganz schöne Stimmung, die mich ergriffen hatte. 

    3
    Petit Larousse Profil de Petit Larousse
    Mercredi 3 Novembre 2010 à 16:36

    Hübsche neblige Blätterrauschfotos. Fällt euch auf, wie lange die Blätter dieses Jahr farbig geblieben sind? Liegt am nassen Sommer und daran, daß der Frost noch nicht Ernst gemacht hat. - Aber der Reim "entriegelt" in dem Hofmannsthal-Vers ist danebengeraten. Das muss doch nicht sein, nach der schönen Zeile mit "Niederwandeln" usw. nun diese mechanisch schwergängige Metapher um des Reimes willen. "Vollbesitzes" ist auch grenzwertig... und das "wo" in der letzten Zeile ist auch nicht geheuer. Aber damit könnt ich leben. Das Gedicht ist sonst wunderbar...

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